Die einen wollen eine Antwort in drei Zeilen. Die anderen wollen es ganz genau wissen. Manche schätzen einen lockeren Ton, andere möchten konsequent gesiezt werden. Bisher hat dein Assistent das nach bestem Gefühl entschieden — ab heute entscheidest du es.
Im Konto gibt es einen neuen Bereich: Assistent anpassen. Dort legst du fest, wie dein Assistent mit dir spricht, und hinterlegst einmal, was er dauerhaft über dich wissen soll.
Ein Regler für den Stil — kein Fachchinesisch
Du musst nichts programmieren und keinen kryptischen „Systemprompt“ schreiben. Es gibt vier fertige Vorlagen:
- Klar & knapp — kurze, sachliche Antworten, die genau deine Frage beantworten.
- Freundlich & ausgewogen — mittlere Länge, freundlich-professionell, mit dezentem Humor.
- Fachlich & ausführlich — wenn du es genau und mit Fachbegriffen möchtest.
- Automatisch — dein Assistent entscheidet je nach Aufgabe.
Wer mag, dreht an den Einzelreglern: Antwortlänge, Ton, Fachniveau, Humor, Proaktivität, Anrede (du/Sie) und Sprache (Deutsch, Englisch, Russisch). Eine kleine Vorschau zeigt dir sofort, wie sich die Auswahl anfühlt.
Zwei Beispiele aus dem Alltag
Der Coach. Sandra arbeitet als systemischer Coach. Sie stellt „Freundlich & ausgewogen“ ein, Anrede Sie, und schreibt ins Feld Über mich: „Ich arbeite lösungsorientiert und mag ermutigende, aber ehrliche Formulierungen.“ Ihr Assistent formuliert Antworten an Klientinnen ab sofort wärmer — ohne dass sie es jedes Mal erklärt.
Der Handwerker. Murat führt einen Sanitärbetrieb. Er wählt „Klar & knapp“, Anrede du, und hinterlegt: „Wir machen Bad- und Heizungssanierung im Raum Köln, Angebote immer mit Netto und Brutto.“ Seine Antworten kommen jetzt knackig auf den Punkt — und der Assistent kennt den Kontext seines Betriebs, ohne nachzufragen.
Derselbe Assistent, zwei völlig unterschiedliche Handschriften.
„Über mich“: Kontext, den er sich merkt
Im Freitextfeld „Das solltest du über mich wissen“ hinterlegst du bis zu 2000 Zeichen: Beruf, Firma, Anrede, wie du typischerweise arbeitest, dein Instagram-Name für Beiträge. Dein Assistent hat das dauerhaft im Hinterkopf — auf allen Kanälen, ob Web-Chat, Telegram oder Matrix.
Sicherheit und Datenschutz — bewusst eingebaut
Personalisierung darf keine Hintertür sein. Deshalb gilt:
- „Über mich“ ist Kontext, keine Befehlsgewalt. Was du dort schreibst, überschreibt keine Sicherheitsregeln. Der Assistent behandelt diese Angaben als Information über dich, nicht als Anweisung, Regeln auszuhebeln.
- Kein frei editierbarer Systemprompt. Du stellst Stil und Kontext ein — die Schutzmechanismen bleiben fest.
- Aktionen bleiben bestätigungspflichtig. Ob du kürzere oder längere Antworten willst, ändert nichts daran: E-Mails senden, Termine eintragen und Ähnliches bestätigst du weiterhin gesondert.
- Deine Daten bleiben in Deutschland. Die Angaben werden wie deine übrigen Kontodaten in Deutschland gespeichert.
Ein Hinweis, den wir dir direkt am Feld zeigen: Keine Passwörter, Tokens oder Geheimnisse ins „Über mich“ eintragen. Es ist für Kontext gedacht, nicht für Zugangsdaten.
Nicht zu verwechseln
Drei Dinge, ein Ziel — aber unterschiedlich:
- Assistent anpassen — du stellst Stil und „Über mich“ bewusst ein.
- Erinnerungen — was sich dein Assistent im Gespräch automatisch merkt (jetzt ebenfalls im Menü sichtbar).
- Wissensbasis — Dokumente, aus denen er bei Bedarf zitiert.
So fängst du an
Öffne im Konto Assistent anpassen, wähle eine Vorlage oder stell die Regler nach deinem Geschmack ein, schreib zwei, drei Sätze ins „Über mich“ — fertig. Ab dem nächsten Nachrichtenwechsel klingt dein Assistent nach dir.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in der Hilfe: Assistent anpassen.
